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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

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Was ist ein Blockheizkraftwerk?

Ein Blockheizkraftwerk besteht in der Regel aus einem Verbrennungsmotor, der einen Generator zur Stromerzeugung antreibt. Im Prinzip ist dies vergleichbar mit jedem Auto, nur dass die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird.

Der große Vorteil eines Blockheizkraftwerkes liegt jedoch darin, dass man fast die gesamte Abwärme aus dem Kühlkreislauf und ggf. sogar aus der Abgasanlage durch Wärmetauscher "auffängt" und für Heizzwecke verwendet. Der Anteil der Energie, die nicht genutzt werden kann, ist dabei sehr gering. In der Regel werden Blockheizkraftwerke wärmegeführt betrieben; laufen also nur dann, wenn Wärme benötigt wird.

Kann man mit Blockheizkraftwerken die Umwelt schonen?

Der durchschnittliche Nutzungsgrad von Großkraftwerken in Deutschland ist kleiner als 40 %, es werden also über 60 % der eingesetzten Energie nicht genutzt. Diese wird in der Regel über große Kühltürme an die Umgebung abgegeben. Damit könnte man doppelt soviel Wärme erzeugen wie in Deutschland benötigt wird.

Bei Blockheizkraftwerken wird dagegen die eingesetzte Energie bis zu 90 % genutzt. Im Vergleich zur konventionellen Stromerzeugung in Großkraftwerken und getrennten Wärmeerzeugung in Heizungsanlagen können mit dem Betrieb eines Blockheizkraftwerkes ca. 1/3 Primärenergie und bis zu 50 % Kohlendioxid eingespart werden. Wird dabei noch Erdgas eingesetzt, das die geringsten Schadstoffemissionen aller fossilen Brennstoffe aufweist, kann die Umwelt zusätzlich entlastet werden.

Leisten Blockheizkraftwerke einen Beitrag zur Energiewende?

Die Bundesregierung hat auch schon vor der Atomkatastrophe in Fukushima erkannt, dass Blockheizkraftwerke einen wichtigen Beitrag leisten, um den Ausstieg aus der Kernenergie zu schaffen. So wurde bereits im Jahr 2006 festgelegt, dass der Anteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) von ca. 12 % an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland auf ca. 25 % im Jahr 2020 verdoppelt werden soll. Einige europäische Länder wie die Niederlande, Dänemark und Finnland sind uns schon weit voraus. Dort beträgt der Anteil der Stromerzeugung aus KWK-Anlagen bereits über 50 %.

Der enorme Vorteil von KWK-Anlagen oder Blockheizkraftwerken liegt darin, dass diese gerade in den Zeiten Strom erzeugen, wenn dieser auch benötigt wird. Damit lassen sich wesentlich besser Grundlastkraftwerke (wie z. B. Kernkraftwerke) ersetzen als mit Windkraftanlagen oder PV-Anlagen. Im zukünftigen Energiemix werden Blockheizkraftwerke eine sehr wichtige Rolle spielen. Diese können auch für die Bereitstellung von Regelenergie verwendet werden, um die starken Schwankungen der Stromerzeugung aus Windkraft und Fotovoltaik auszugleichen. Jeder BHKW-Betreiber leistet also seinen eigenen Beitrag zur Energiewende!

Wo ist es sinnvoll, ein BHKW einzusetzen?

Fast immer werden Blockheizkraftwerke wärmegeführt betrieben. Für Gebäude oder Betriebe mit einem hohen Wärmebedarf ist der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes natürlich besonders interessant. In der Regel sollte ein Blockheizkraftwerk so ausgewählt werden, das damit ca. 10 bis 30 % der Wärmehöchstlast bereitgestellt werden kann. Damit lassen sich hohe Laufzeiten erreichen. Bei einem Gebäude mit einer max. Heizleistung von 70 kW (z. B. Mehrfamilienwohnhaus mit einem Wärmebedarf von 100.000 kWh/a) würde sich der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes mit einer thermischen Leistung von ca. 12 kW und einer elektrischen Leistung von ca. 5 kW anbieten. Für ein Hallenbad mit einer max. Heizleistung von 600 kW (Wärmebedarf ca. 1,25 Mio kWh/a) bietet sich der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes mit einer thermischen Leistung von 80 kW und einer  elektrischen Leistung von 50 kW an.

Aber auch für Ein- und Zweifamilienwohnhäuser gibt es bereits so genannte Mikro-Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von ca. 1 bis 2 kW.

Ein Blockheizkraftwerk sollte eher nicht zu groß ausgelegt werden. Sind zusätzliche Wärmedämmmaßnahmen am Gebäude geplant, so ist natürlich die dadurch verringerte Heizleistung bei der Auslegung des Blockheizkraftwerkes zu berücksichtigen.

Was kostet ein BHKW und welche finanziellen Vorteile gibt es?

Die Kosten eines BHKW´s hängen natürlich in erster Linie von der Größe der Anlage, von den Einbringungsmöglichkeiten und von den erforderlichen Einbindungen (Stromanschluss, Erdgasanschluss, Abgasanlage, regelungstechnische Einbindung) ab. 

Für ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 5 kW und einer thermischen Leistung von 12 kW kann man einschließlich Pufferspeicher und aller Einbindungen ungefähre Kosten in Höhe von 25.000 bis 30.000 Euro annehmen. Auf der Ausgabenseite stehen zudem die Kosten für den Erdgaseinsatz und für die Wartung; auf der Einnahmenseite sind die vermiedenen Strombezugskosten, die Einspeisevergütung für den nicht genutzten Strom, die KWK-Vergütung auf die gesamte Stromerzeugung in Höhe von 5,11 ct/kWh (bei Inbetriebnahme ab 19.07.2012 sogar 5,41 ct/kWh), die Rückerstattung der Erdgassteuer von 0,55 ct/kWh für den gesamten Erdgaseinsatz im BHKW (sofern Jahresnutzungsgrad größer als 70 % ist; die Rückerstattung wird über den AfA-Zeitraum der Anlage gewährt; eine Verlängerung des Zeitraumes ist bei bestimmten Voraussetzungen möglich) und die Wärmeerzeugung, die nicht über den Heizkessel bereitgestellt werden muss, zu verbuchen. In Abhängigkeit von der Höhe der eigenen Strombezugskosten, des bisherigen Stromverbrauches und jährlichen Laufzeiten der Anlage sollte der Überschuss ca. 2.500 bis ca. 3.500 Euro pro Jahr betragen. Die Anlage wird sich daher in der Regel in wenigen Jahren amortisieren. 

Die Gesamtkosten für ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 50 kW und einer thermischen Leistung von 80 kW betragen einschließlich Pufferspeicher und aller notwendigen Einbindungen in Abhängigkeit von den Einbringungsmöglichkeiten und der Anpassung der Regelungstechnik ca. 110.000 bis 125.000 Euro. Damit können jedoch auch jährliche Überschüsse in Höhe von 30.000 bis 40.000 Euro erwirtschaftet werden!

Noch größere Anlagen (z. B. in Krankenhäusern und Industriebetrieben) können sich sogar in sehr wenigen Jahren amortisieren. 

Verschiedene Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen bieten sogar eigene Förderprogramme für Blockheizkraftwerke an.

Die genannten Preise verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer und sind als grobe Richtwerte zu verstehen. Die Höhe der KWK-Vergütung hängt von der Anlagengröße ab.

Treten technische Probleme beim Einbau und Betrieb auf?

Vor dem geplanten Einbau eines Blockheizkraftwerkes ist natürlich zu prüfen, ob genügend Platz für die Einbringung und für die Aufstellung vorhanden ist. Bei beengten Verhältnissen kann die Anlage unter Umständen auch zerlegt eingebracht werden.
    
Beim Betrieb eines BHKW´s gelten die gleichen Grundsätze wie für den eigenen PKW; es sind regelmäßige Wartungen erforderlich. Der Abschluss eines Vollwartungsvertrages wird empfohlen.
    
Wenn die Anlage fachgerecht aufgestellt und dabei auf Schallschutz geachtet wurde, sollte das BHKW sogar leiser arbeiten als der Gebläsebrenner der bisherigen Heizung.

Wo kann ich mich über den Einsatz eines BHKW´s beraten lassen?

Es bietet sich an, zunächst einmal beim regionalen Stadtwerk anzufragen. In der Regel verfügen diese über eigene Mitarbeiter, die Sie in Sachen Blockheizkraftwerke unverbindlich beraten können. Weiterhin kann man sich auch beim "Hausinstallateur" erkundigen, ob er sich bereits mit dem Thema Blockheizkraftwerke beschäftigt hat. Dieser kennt meist auch ihre bestehende Heizungsanlage sehr gut. Bei großen Anlagen sollte man jedoch einen Fachplaner mit einschalten.

Entsprechende Adressen sind im "Installateur- und Planerverzeichnis" dieser Webseite hinterlegt.

Im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb eines Blockheizkraftwerkes sind diverse Formalitäten erforderlich. Ihr Planer, Installateur oder Stadtwerk wird Sie sicherlich dabei gerne unterstützen.

Kennzahlen

Anzahl BHKW (gesamt)
139 Stück
Elektrische Leistung
ca. 22.756,60 kW
CO2-Einsparung*
ca. 111.365,05 to/Jahr


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