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Energieverluste sichtbar gemacht

Über 1.500 Hausbesitzer in Oberfranken haben die Thermografie-Aktion
der "Stadtwerke pro Klima" genutzt

Thermografie-AktionEine städteübergreifende Thermografie-Aktion war im Jahr 2008 auf Initiative von sieben oberfränkischen Energieversorgern ins Leben gerufen worden, die mit der Resonanz hoch zufrieden sind und deshalb für den kommenden Winter eine Neuauflage planen.

Das Thermografie-Angebot für weniger als 100 Euro verstehen die "Stadtwerke pro Klima" als Einstiegsangebot, damit sich Hausbesitzer mit dem Thema Energieverluste stärker auseinandersetzen. "Ein Gutachten könne und solle dieses Angebot allerdings nicht ersetzen", unterstreicht man bei den Stadtwerken pro Klima, deren Kunden- und Energieberater in allen Fragen rund um den sinnvollen Einsatz von Energie zur Verfügung stehen. Die Thermografie-Aufnahmen zeigen, wo wenig und wo viel Wärme aus dem Hausinneren entweicht.

Das ist möglich, weil die Wärmebildkamera Infrarotstrahlen erkennt und somit die Oberflächentemperatur eines Gebäudes sichtbar machen kann. Kühle, also gut isolierte Bereiche erscheinen in Violett, Blau und Türkis. Warme Stellen mit mangelhafter Isolierung werden dagegen in Gelb, Rot oder Weiß dargestellt. Das Thermografie-Paket der "Stadtwerke pro Klima" enthält neben den Bildern auch einen Kurzbericht sowie sinnvolle Tipps. Ergeben die Wärmebilder Auffälligkeiten, raten die Stadtwerke und die kooperierende Energieagentur Oberfranken zu weiterführenden Untersuchungen durch qualifizierte Energieberater.

Diese können detailliert feststellen, ob Sanierungsbedarf besteht und entsprechende Vorschläge unterbreiten. Auf der Homepage der Energieagentur www.energieagentur-oberfranken.de, die telefonisch für eine kostenlose Erstberatung zur Verfügung steht, findet sich eine Liste mit Fach-Energieberatern.

Sanierung lohnt sich
Eine Sanierung durch das Fachhandwerk kann bemerkenswerte Effekte bringen:
Bei einem typischen Einfamilienhaus aus den 70er-Jahren könne allein durch eine neue Dämmung der Außenwände der Energieverlust in diesem Bereich um rund 50 Prozent reduziert werden. Wird ein solches Haus komplett saniert – von den Wänden über das Dach, die Türen und Fenster bis hin zur Lüftung und Heizungsanlage – seien insgesamt bis zu 75 Prozent Energieeinsparung drin.

Infos zum Wärmegesetz für Neubauten

Seit Januar 2009 gilt das Gesetz zur Nutzung erneuer-
barer Wärmeenergien – kurz EEWärmeG.

Demzufolge muss jeder Hausbesitzer einen Teil der
Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen.
Eine gute Lösung sind Solarthermieanlagen, die
zum Beispiel mit Erdgas-Brennwert kombiniert
werden.

Ausführliche Informationen sowie die wichtigsten
Fragen und Antworten finden Interessierte auf den Seiten des Bundesumweltministeriums.